Produktfotos erstellen, oft unterschätzt !

Bei der Erstellung von Produktfotos handelt es sich um ein recht anspruchsvolles Gebiet, um hier dann ein perfekt ausgeleuchtetes und scharfes Foto zu erhalten. Dabei muss die Aufnahme so gestaltet sein, dass der Kunde zum Erwerb eines der dort abgelichteten Produkte angeregt wird. Hierbei muss der Produktfotograf auf einige wichtige Punkte achten.

Die richtige Ausrüstung für Produktbilder

Zur Grundausstattung für tolle Produktfotos gehört natürlich in erster Linie eine Digitalkamera. Hier können neben einer System- oder Spiegelreflexkamera auch Bridgekameras mit einer Verschlusszeit und manuellen Blendeneinstellung verwendet werden. 

Genauso wichtig ist ein gutes Stativ für ein gute Produktfotos. Sinnvoll ist hier für ein cooles Foto, der Einsatz von Dreibeinstativen mit einem einstellbaren flexiblen Kugelkopf. Dadurch entsteht auch ein einheitliches Erscheinungsbild. Beim Einsatz von Kabel- oder Fernauslösern kann die Kamera berührungsfrei bedient werden dies ist natürlich nochmals für wackelfreie Fotos sinnvoll.

Auch ist für ein einheitliches Erscheinungsbild ein Blitzlicht zum Teil sinnvoll. Hier kann man auch auf Fotoleuchten zurückgreifen. Auch ist ein passender Hintergrund für Szenefotos notwendig. Dabei richtet sich die Kulisse bei Szenefotos nach der Größe des dort vorhandenen und aufzunehmenden Objekts. Wenn es sich hier beispielsweise um Schmuck oder ein seltenes Sammlerstück handelt, können hier für Produktfotos ein 80 x 80 cm großes Lichtzelt verwendet werden. Dabei können dann bei diesen Shop-Fotos eine Ausleuchtung von allen Seiten erfolgen.

Die richtige Beleuchtung

Wenn mit einem integrierten Blitz bei einer Kamera gearbeitet wird, wird häufig ein harter Schatten erzeugt. Bei der Verwendung von einem Lichtzelt und einer kleinen Studioleuchte, die von beiden Seiten eingesetzt wird, wird das Licht im Würfel aufgrund des dort vorhandenen Polyestermaterials etwas gedämpft und es strahlt dabei nicht so erhellt oder grell, aber trotzdem von allen Seiten für gleichäßige ausgeleuchtete Produktfotos .

Das Objekt richtig platzieren

Auch gehört zum professionellen Fotografieren das richtige Ausrichten des Objektes hin zu der eingesetzten Kamera bei Produktfotos. Damit der Betrachter, als Ihr Kunde, möglichst viel von dem Produkt sieht, ist es hier sinnvoll, das Objekt in einem ca. 45 Grad Winkel auszurichten. Dadurch ermöglicht man dem Betrachter, Produktfotos in einer Seitenfront sowie in einer Vorderseite zu betrachten.

Die richtige Kameraeinstellung

Wenn eine System- oder eine Spiegelreflex-Kamera bei der Packshotfotografie oder der Textilfotografie zum Einsatz kommt, ist hier die Verwendung eines Teleobjektes gut geeignet. Bei Bridgekameras oder Kompaktausführungen können für die Packshotfotografie oder für die Textilfotografie Zoomobjekte verwendet werden. Dabei wird das Zoomobjektiv für die Werbefotografie oder die professionelle Produktfotografie so eingestellt, dass das Objekt in einer bildschirmfüllenden Größe fotografiert wird. Durch die Verwendung von einem Stativ bei der Werbefotografie oder durch die professionelle Produktfotografie spielt hierbei die Verschlusszeit keine große Rolle.

Wichtig dabei ist bei der Werbefotografie oder durch die professionelle Produktfotografie die Blendeneinstellung für scharfe Produktfotos. Wenn hier eine große Blende verwendet wird, entsteht eine geringere Schärfentiefe. als dies bei einer kleinen Blende der Fall ist. Dabei muss bei der Werbefotografie oder bei der Verwendung als professionelle Produktfotografie die Blende so eingestellt werden, dass sowohl der Rand ganz im hinteren Bereich als auch der Vordergrund des Objektes scharf abgebildet wird.

Der Weißabgleich

In Zusammenhang mit der Beleuchtung können Bilder bei der Werbefotografie oder durch die professionelle Produktfotografie einen rötlichen, einen gelblichen oder auch einen bläulichen Farbschimmer enthalten. In einem solchen Fall muss die Farbtemperatur mit einem Weißabgleich korrigiert werden. Ein solcher Weißabgleich sollte an der Kamera eingestellt werden. Damit ein guter Kontrast hier entsteht, kann hier auch eine Kunststoff- oder Pappkarte oder auch eine Graukarte verwendet werden.

Der Hintergrund

Gerade für sehr professionelle Produktfotos muss sich das Objekt vom Hintergrund etwas abheben. Hier sollte ein guter Kontrast vorhanden ein. Dabei gibt es beim Fotografieren den Vorteil, dass hier das Objekt dann mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms vom Hintergrund losgelöst und somit freigestellt werden kann.   

Bei der Produktfotografie handelt es sich um ein recht anspruchsvolles Gebiet, um hier dann ein perfekt ausgeleuchtetes und scharfes Foto zu erhalten. Dabei muss die Aufnahme so gestaltet sein, dass der Kunde zum Erwerb eines der dort abgelichteten Produkte angeregt wird. Hierbei muss der Produktfotograf auf einige wichtige Punkte achten.
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